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Dharmanetz - Treffen Fulda Osterkurs 2005






Die einzelnen Punkte der Tagesordnung werden im Folgenden innerhalb des Protokolls benannt und dann inhaltlich ausgeführt.

Lama Yeshe Sangmo leitete die Sitzung und dankte besonders Rinpoche und Lama Tsony, dass sie es möglich machen konnten, am Kurs und auch am Dharmanetz-Treffen teilzunehmen.

TOP 1 : Dharma-Projekt in Deutschland

Vision

Die deutschsprachigen Lamas und Drublas des Dhagpo Kagyu Mandala möchten - unter der spirituellen Leitung des Gyalwa Karmapa, Jigme Rinpoches und des Lamarats in Dhagpo Kündröl Ling (Frankreich) – in Deutschland ein neues Zentrum aufzubauen.

Jigme Rinpoche stellte uns die Ziele vor, die mit diesem Projekt  angestrebt werden.

Das neue Zentrum soll in der Mitte Deutschlands liegen, so dass es für alle gut zu erreichen ist. Die Idee dafür besteht schon lange. Viele der Drublas und Lamas sind Deutsche und haben während ihrer Retreatzeit und auch danach Unterstützung aus Deutschland erhalten. Mit diesem Zentrum soll etwas von dem spirituellen Verdienst zurückgegeben werden, das durch die Unterstützung der Praktizierenden angesammelt wurde.

Die Lamas und Drublas sind zu LehrerInnen geworden, die ihr Wissen weitergeben können. Da Sprache bei der Vermittlung von Lehren einen wichtigen Stellenwert hat, sind Belehrungen in Deutsch sehr hilfreich.

Ein solches Dharma-Zentrum kann verschiedene Funktionen erfüllen:

  •  Regelmäßige Praxis der dort lebenden Personen macht den Ort zu einem inspirierenden Dharmaplatz
  •  Kurse, Belehrungen und (Einzel-) Retreats können dort stattfinden
  •  die Lamas und Drublas können Praktizierende begleiten und Rat geben
    • Ein gemeinsames Leben von Alt und Jung kann sowohl von der Erfahrung der Älteren als auch vom Elan der Jugend profitieren.

    Ein solcher Platz wird schon lange gewünscht, sowohl von den Lamas und Drublas als auch von den Praktizierenden, die kein Dreijahres-Retreat gemacht haben. Diese können das Zentrum zum Praktizieren, Lernen und Mitarbeiten besuchen. Der Aufbau eines solchen Platzes wird allmählich vor sich gehen. So wird Zeit sein zum Nachdenken und Planen, wie man sich in dieses Projekt einbringen kann.

    Das Zentrum soll von Praktizierenden mit Dreijahresretreat-Erfahrung geführt werden, die für andere ein Beispiel sein können, indem sie ihre Zeit der Dharma-Praxis widmen. Auch kann der Dharma an einem solchen Ort an die Menschen, die es wünschen weitergegeben und für die Zukunft bewahrt werden.

    Der Platz sollte Praktizierende inspirieren, sich im Umfeld anzusiedeln. So könnten sich z.B. auch ältere Praktizierende, die in Rente gehen, in der Umgebung niederlassen und vom Dharma-Angebot des Zentrums profitieren. Der Ort könnte ein Vorbild für ein Leben im Dharma werden. Es könnte auch Kindern ein Lebensmodell anbieten, das sie - auf subtile Weise – positive Eindrücke sammeln lässt und ihnen ein Verständnis der Bedeutung heilsamen Handelns ermöglicht. Ebenso profitieren Erwachsene von dem Segen, den das dortige Dharmaleben bewirkt, so dass sie ihre Praxis vertiefen können.

    So kann also ein solcher Platz Kindern, jungen und älteren Praktizierenden, Lamas und Drublas und dem Land allgemein zugute kommen.

    Frage: Ist es möglich, einmal einen Kurs für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren anzubieten, so dass sie meditieren lernen können?

    Rinpoche: Es ist noch nicht so wichtig, Kindern und Jugendlichen in diesem Alter Meditation anzubieten. Zuerst ist es wichtig, ihnen die Bedeutung des Dharma nahe zu bringen, so dass sie verstehen können, was heilsames Handeln ist, was die Ursachen von Leid sind und dass sie lernen können, mit Leiden umzugehen.

    Kinder und Jugendliche brauchen allerdings auch viel Vergnügen und sie müssen ihre eigenen Erfahrungen mit Leid machen. Sie müssen verstehen lernen, wann sie zu weit gehen und müssen wissen, wie sie wieder den Weg zurückgehen können, wenn sie sich vergallopiert haben. Sogar Tulkus (die Wiedergeburten hoher Lamas) machen Unsinn aber sie wissen, wann es reicht und haben die Dharmawerkzeuge, um auf den Weg zurückzukommen.

    Die Finanzierung des neuen Projekts

    Lama Yeshe erläuterte, dass bereits nach einem, geeigneten Platz gesucht wird, und nun geht es um Finanzierungsfragen.

    Drubla Dawa informierte genauer zu den Finanzierungsmöglichkeiten:

  •  In den vergangenen Jahren konnte der Verein "Karma Kündröl Püntsok Ling" schon Geld für das zukünftige Dharmaprojekt in Deutschland zurücklegen.
  •  Wer für das Projekt spenden möchte, kann das über das Konto des gemeinnützigen Vereins "Karma Kündröl Püntsok Ling" (Sparkasse Rottal-Inn, Blz: 743514-30, Kto.Nr.: 107763) tun;  Verwendungszweck: „Dharmaprojekt in Deutschland“.
  •  Man kann einen zinslosen Kredit geben.
  •  Eine anthroposophische Gemeinschaftsbank ist bereit, die Finanzierung eines solchen Projekts zu ermöglichen: so können Privatpersonen einen Kleinkredit aufnehmen (z.B. 500 €) und ihn über einen längeren Zeitraum zurückzahlen. Die Bank zahlt dem Projekt die Gesamtsumme aller aufgenommenen Kredite als Spendenvorfinanzierung aus.
  •  Man kann das Projekt mit einem Nachlass unterstützen.
  •  Wer bei der Finanzierung behilflich sein möchte, kann Rückmeldungen über sein mögliches Engagement über das Formular auf dem Flyer geben.
  • Die Preise für in Frage kommende Grundstücke mit passenden Häusern darauf beginnen im günstigsten Fall (Insolvenzen) bei 70.000 € und sind nach oben offen. Anvisiert ist ein Anfangskapital von 200 000 bis 500 000 € für den Ankauf, dann muss man noch mit einem Erstsanierungskapital von 50 000 bis 100 000 € rechnen. Gesucht wird im Moment auf der thüringischen Seite der Rhön. Ein Grundstück mit Haus ist günstiger zu kaufen als reines Bauland. Jigme Rinpoche wird in die Auswahl des neuen Platzes mit einbezogen

    Der Platz soll eine Ergänzung zu den anderen Plätzen in Deutschland - wie Obermoschel, das Bodhipathzentrum Remetschwiel, Jägerndorf - darstellen.

    Jemand fragte, ob nicht im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden (begrenzten) Kräfte eine Konzentration auf die schon bestehenden Plätze zunächst besser wäre. Einer der Lamas antwortete darauf, dass verschiedene Plätze eine sehr unterschiedliche Anziehung haben und auch verschiedene Aufgaben. Durch eine größere Vielfalt von Zentren werden mehr Menschen angesprochen. Wie das zustande kommt kann man nicht mit bloßer Logik verstehen - es wirken dabei Bedingungen zusammen, die oft nicht mit dem Verstand allein erfasst und gesteuert werden können.

    Ein erstes Treffen mit allen, die, in welcher Weise auch immer, an dem Kauf eines solchen Projekts interessiert sind: Montag Abend um 19.30 Uhr.

     

    TOP 2 :

    Neue Aspekte in der Entwicklung von Gruppen und Zentren

     

    Karma Kündröl Püntsok  Ling   in Jägerndorf

    Lama Djangchub berichtete, dass in diesem Jahr das 10-jährige Bestehen des Zentrums gefeiert wird. Dordje Drölma, Öser, Delha und sie selbst waren die ersten Lamas, die das Zentrum betreuten. Jigme Rinpoche, der das Zentrum damals einweihte, hat versprochen, im Oktober zum 10-jährigen Jubiläum zu kommen. Lama Tsony hatte in Jägerndorf die Osterkurse gehalten, bevor sie hier in Oberbernhards stattfanden.

    Die Gründung des Zentrums in Jägerndorf geht auf die Initiative von Gendün Rinpoche zurück. Er hatte den Wunsch, dass durch die Lehrtätigkeit der Lamas etwas von dem, was den Menschen im Retreat aus Deutschland an Unterstützung gegeben wurde, wieder nach Deutschland zurückfließen sollte.

    Zu Beginn kamen nur wenige Gäste zu den Kursen in Jägerndorf. Gendün Rinpoche erklärte dazu, wichtig sei, viel im Zentrum zu praktizieren und innerlich eine Dharma-Haltung zu kultivieren; so würde die Dharmapraxis im Lauf der Zeit immer mehr Besucher anziehen.

    Die Verbreitung des Dharma der Karma Kagyü Tradition begann in Deutschland in den 70er Jahren mit Lama Ole Nydahls Einladung des 16. Gyalwa Karmapa nach Europa. Der 17. Karmapa besuchte das Zentrum in Jägerndorf im Januar 2000.

    Khenpo Tschödrak Rinpoche kommt regelmäßig nach Jägerndorf und dieses Jahr im Juni werden Karmapas Eltern, Mipham Rinpoche und seine Frau Detchen Wangmo, dort erwartet. Das Jägerndorf-Team freut sich sehr über diese Besuche.

    Ein besonderer Dank geht auch an die Helfer in Haus und Küche, ohne deren tatkräftige Hilfe das Zentrum nicht bestehen könnte. Das Team weist darauf hin, dass Interessierte zum Probewohnen nach Jägerndorf kommen können, da die Mitglieder des Hausteams immer wieder wechseln.

     

    Obermoschel

    Gerd berichtete über die Veränderungen in Obermoschel. Das Projekt war eine Weile durch juristische Hürden ausgebremst, die inzwischen jedoch überwunden sind. Seit dem Herbst 2004 wohnen die Drublas Kerstin und Gerd dort. Zweimal wöchentlich finden Haustreffen statt, gemeinsame Praxis mehrmals täglich, und es gibt immer wieder Praxistage und kleine Retreats.

    Da nur wenige Leute im Zentrum wohnen, werden für die Organisation von Kursen und für den weiteren Ausbau des Hauses dringend Helfer gebraucht, die am besten aus den umliegenden Zentren kommen sollten. (Treffen der Verantwortlichen im Anschluss an die Sitzung)

    Langfristig soll der Tanzpavillon im Garten als Tempel ausgebaut werden, aber das Projekt ist im Moment noch zu groß. Der Pavillon steht außerdem unter Denkmalschutz und muss besonders behandelt werden, was meistens zeitintensiv ist. Zunächst wurden die Grundmauern gesichert.

     

    Bodhipath in Remetschwiel

    Sabine berichtete, dass der Platz von Shamar Rinpoche gegründet wurde und das erste Bodhipath Zentrum in Europa ist, in Amerika gibt es schon mehrere. An dem Platz hat sich seit seiner Gründung vor einem Jahr eine rege Kurstätigkeit entfaltet. Shamar Rinpoche selbst hat dort schon unterrichtet, Jigme Rinpoche war da, Khenpo Tschödrak und viele andere Lamas. Auch der Besuch des Karmapa ist vorgesehen.

    Ein kleines Grüppchen von Leuten organisiert das Zentrum und bietet auch regelmäßige Praxis an. Es gibt 20 Gästebetten, moderne Bäder als Resultat der Renovierung, und die Möglichkeit für 10 €  (ohne Verpflegung) dort zu übernachten. Eine Kochgelegenheit steht den Gästen zur Verfügung.

     

    Dharmahaus Köln

    Michael berichtet, dass die Gruppe seit dem Beginn ihrer Aktivität in Köln, die Lama Drime damals angeregt hatte, inzwischen in das dritte Haus umgezogen seien. Sie wohnen dort seit dem letzten Osterkurs.

    Das Haus ist ruhig und hat einen großen Praxisraum. Im Zentrum werden  Wochenendkurse und Praxiswochenenden angeboten. Beru Khyentse Rinpoche ist für den Sommer  2005 eingeladen. 

    Beim Anmieten des Hauses war die Karma Kagyu Stiftung der Gruppe behilflich; finanziert wird es über die Mieten der Bewohner und Spenden für die Dharmagruppe.

    Vier Praktizierende wohnen im Haus, und ab Juni wird ein Zimmer frei.

     

    Bregenz

    Die Reise von Jigme Rinpoche hat im Bodenseeraum viel verändert. Inzwischen kommen regelmäßig 8 bis 10 Leute zum Meditieren, die sich im Privathaus von Claudia treffen.

    Die Gruppe wünscht sich, dass regelmäßig Lamas kommen, um bei ihnen Belehrungen zu geben.

     

    Freiburg

    Wie bekannt ist das Zentrum vor vier Jahren in das Dhagpo Mandala gekommen und hat seitdem viele Besuche von Lamas und Rinpoches erhalten.

    Im vergangenen Herbst wurde im Garten mit einer großen Zeremonie eine segensbringende Schatzvase vergraben, und es gibt eine Genehmigung für den Bau eines Stupa.

     Pläne für die bauliche Umgestaltung des Erdgeschosses liegen vor. Im Mai ist eine Bauwoche geplant, die von Lama Lhündrup betreut wird.

    Das Zentrum wünscht sich mehr Dharmapraktizierende als Mieter im Haus.

     

     

    TOP 3 :

    Lama Reisen

     

    Lama Yeshe berichtet, dass im vergangenen Jahr die Koordination der Lamareisen nicht so gut geklappt hat. Daher wird erneut auf eine Struktur verwiesen, die dafür sorgen soll, dass die Mängel behoben werden.

     

    1.      Adressen

    Alle Änderungen bei den Adressen der Zentren und ihrer Kontaktpersonen sollen Gertrud Hinkel-Haefele (gertrud.hh@web.de) mitgeteilt werden. Sie hält die Gruppenliste immer auf dem neuesten Stand und gibt die Änderungen an Anton weiter, der sie ins Internet stellt.

    Gertrud verschickt die aktualisierte Liste viermal jährlich über ihren Verteiler an die Dharmagruppen des Mandalas im deutschsprachigen Raum und gibt sie an Gerd weiter, der die Drublas und Lamas informiert.

     

    2.      Lama-/ Drubla- Reisen

    Die Wünsche für Lama-Besuche sind im letzten Jahr leider irgendwie verschütt gegangen. Für den neuen Anlauf gibt es folgende Bitte an die Gruppen:

    Schritt eins ist die Planung:

    Die Gruppenwünsche für das Jahr 2006 sollen bis zum 31.8.05 an Gertrud gemailt werden. Gertrud mailt sie den beiden Zuständigen: Yeshe Sangmo und Dordje Drölma. Bei den Lama/ Drubla Treffen im September werden die Wünsche und Termine koordiniert.

    Nach wie vor können die Lamas und Drublas direkt eingeladen werden, aber es ist wichtig, dass die Ergebnisse dann den offiziellen Weg gehen.

    Schritt zwei:

    Die einladende Gruppe meldet die vereinbarten Termine an zwei Personen:

    1. an Gertrud, die damit einen Überblick über die tatsächlich stattfindenden Kurse hat.

    2. an Anton  gaelings@yahoo.de, der die Termine in den Veranstaltungskalender im Internet setzt, damit dort eingesehen werden kann, welche Lamas und Drublas zu welchen Zeiten an welchen Orten anzutreffen sind.

     

    Eine Bemerkung zur Webseite

     

    Oft wird Verwirrung deutlich über die Webseite www.dhagpo-kagyu-mandala.org. In der Tat ist die Namensgebung der verschiedenen Webseiten im Mandala ein bisschen kompliziert.

     

    Zur Struktur:

    Das Portal für das gesamte Mandala ist www.dhagpo-kagyu.org. Es wird seit vielen Jahren von den Helfern in Dhagpo Kagyü Ling betrieben. Dort findet man Neuigkeiten und Informationen über Karmapa und über das Mandala, sowie eine Menge von Dharmabelehrungen zum Runterladen. Die gesamte Webseite gibt es in Englisch und Französisch – allerdings sind nur einige Teile ins Deutsche übersetzt.

    Darüber hinaus hat jedes der großen Zentren in Frankreich seine eigene Webadresse (die auch vom Portal aus zu erreichen ist):

    Dhagpo Kagyu Ling in der Dordogne: www.dhagpo-kagyu-ling.org, Dhagpo Kündröl Ling (Le Bost und Laussedat) in der Auvergne www.dhagpo-kundreul.org, Das von L. Henrik und L. Walli betreute Zentrum in der Dordogne, Dedröl Ling: www.dhagpo-dedreul.org und das von L. Sönam betreute Zentrum in der Dordogne, Dhagpo Dargye Ling www.dhagpo-dargye.org.

     

    Und was ist nun www.dhagpo.kagyu-mandala.org? Es ist nicht die Webseite des Zentrums in Jägerndorf, wie oft fälschlich angenommen wird sondern die Webseite des Dhagpo Kagyü Mandala für den deutschen Sprachraum (Deutschland, Österreich, Schweiz).

    Neben einigen allgemeinen Informationen über das Mandala (wie seine Entstehungsgeschichte, Biographien der Lamas) enthält sie Informationen über die verschiedenen Städtegruppen im deutschen Sprachraum, und vor allem den Terminkalender mit den Kursen und Belehrungen der Lehrer an den verschiedenen Orten in Deutschland, von Anton sorgsam gepflegt.

    Wir freuen uns, wenn ihr Anton mit der prompten Weitergabe eurer Lamabesuche helft, diese Seite immer auf dem Laufenden zu halten und wenn ihr auch Interessierten unsere Web-Adresse weitergebt, so dass die Webseite ein wirkliches, lebendiges Arbeitswerkzeug werden kann.

     

     

    TOP 4

    Das Norbu Projekt

     

    Lama Tsony spricht über die Bedeutung des „Norbu“.

    Ein Norbu ist ein wunscherfüllendes Juwel und steht für Bodhicitta, die erleuchtete Geisteshaltung. Alles Nützliche kommt aus dieser Geisteshaltung und dem Ansammeln von Verdienst. Dabei entwickelt sich auch Weisheit, und das Verdienst macht das Leben leichter.

    Der Norbu ist die Währung von Dhagpo Kündröl Ling, obwohl dort natürlich auch in Euro gerechnet werden muss. Ein Norbu entspricht 25 €.

    In Kündröl Ling wurde gemeinsam beraten und errechnet, wie groß der Haushalt für den gesamten Platz ist, wobei sowohl die Lebenshaltungskosten, der Unterhalt für die Anlage und die notwendigen Erweiterungen einbezogen wurden.

    So wurde herausgefunden, dass 1500 Menschen, die den Platz mit 1 Norbu = 25 € pro Monat unterstützen, die gesamten Kosten decken. Rechnet man den monatlichen Norbu auf den Tag um, so kommt man etwa auf 75 Cent pro Tag, das heißt etwa eine halbe Tasse Kaffee.

    Dhagpo Kündröl Ling muss wissen, welche Unterstützung es regelmäßig erwarten kann, um besser planen zu können. Daher ist es gut, wenn Menschen z.B. über ein bis drei Jahre eine Spendenverpflichtung eingehen. Man kann aber auch Norbus zum Geburtstag schenken oder als gelegentliche Spende über die Karma Kagyü Stiftung , wobei man dann genauso wie bei den anderen Spenden einen Steuererlass bekommt.

    Lama Tsony weist darauf hin, dass es wichtig ist, die Wurzeln wertzuschätzen. Kündröl Ling ist nach wie vor der wichtigste Retreatplatz im Mandala, an dem auch Gyalwa Karmapa praktiziert. Es ist wichtig, gute Wünsche für neue Plätze in Deutschland zu machen - dennoch sollte weiterhin die Quelle wertgeschätzt und unterstützt werden. Sowohl die Wurzel als auch der Stamm und die Krone müssen gesund sein, damit der Baum wachsen kann. Das ist also kein Widerspruch, sondern zeigt einfach das Verständnis der gegenseitigen Abhängigkeit.

    Der Newsletter von Dhagpo Kündröl Ling „Karme Gendün“ enthält immer die neuesten Infos über das Norbu-Projekt, aber auch die Lamas und Drublas können dazu befragt werden.

     

    Eine Frage an Lama Tsony betrifft den im vergangenen Jahr in Deutschland gegründeten Norbu-Verlag. Der Name führt zu Verwechslungen mit dem Norbu-Projekt. Um Verwirrung zu vermeiden muss noch eine Lösung gefunden werden.

    Der Verlag ist ein sehr wertvoll und wichtig, da es inzwischen mehr Lamas und Drublas für Übersetzungstätigkeiten gibt. Die Drupöns (Verantwortliche für die Dreijahres-Retreatzentren) sind die Hauptverantwortlichen für die Übersetzungen: Lama Rinchen (Laussedat) ist verantwortlich für die englischen Übersetzungen, Lama Yeshe (Le Bost) für die französischen und Lama Lhündrub (Le Bost) für die deutschen. Dadurch wird eine hohe Qualität der Veröffentlichungen garantiert.

     

     

    Protokoll:   Monika Baumgarten, 30.3.05

    überarbeitet von L. Drime und L. Sherab Künsang

     

     


     






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