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Einleitung
Hier
finden Sie die Biographien von wichtigen Lehrern der Karma
Kagyü Übertragungslinie des Vajrayana
Buddhismus. Ihre Ursprünge gehen zurück auf Buddha
Shakyamuni, der vor 2500 Jahren die befreiende Erkenntnis
der Natur des Geistes erreichte. Diese Erkenntnis wurde durch
die Jahrhunderte und Jahrtausende von Meister zu Schüler
weitergegeben und auf diese Weise lebendig erhalten. Buddhas
Lehre breitete sich zunächst von Indien in verschiedene
Länder Asiens aus und fasst heutzutage Fuß in der
westlichen Welt.
Der erste Karmapa Düsum Khyenpa (1110 - 1193) begründete
in Tibet die Reinkarnationslinie
der Karmapas. Er war der erste Meister, der sich in dieser
Weise bewusst inkarnierte und Aussagen über seine Wiedergeburt
machte. Diese
Übertragungslinie hat sich in ununterbrochener Linie
fortgesetzt, und wir können ihrem Segen heute in der
Person des 17. Gyalwa Karmapa Trinle Thaye Dordje,
des 14. Künsig Shamar Rinpotsche sowie anderer
verwirklichter Meister begegnen.
Auf Wunsch des 16. Gyalwa
Karmapa kam Gendün Rinpotsche in den 70er
Jahren zusammen mit Jigme Rinpotsche nach Frankreich,
um den Dharma
an interessierte Europäer weiterzugeben. Mit unermüdlichem
Einsatz widmete Gendün Rinpotsche sich bis zu seinem
Tod 1997 dieser Aufgabe.
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Khenpo
Tschödrag Rinpotsche, seit 1990 Leiter des Karmapa International
Buddhist Institute (KIBI) in Neu Delhi und Leiter der Shedra
in Kalimpong, besucht die Zentren des Dhagpo Kagyü Mandala regelmäßig
und unterstützt sie mit seiner Lehrtätigkeit.
Viele
von Gendün Rinpotsches westlichen Schülerinnen und Schülern,
die unter seiner Leitung oder der seiner Lamas das traditionelle Dreijahresretreat
durchführten, unterrichten den Dharma heute in Eurpopa und den USA.
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Kurze
Biographie des 17. Gyalwa Karmapa
Die
Karmapas sind seit dem zwölften Jahrhundert die wichtigsten Halter der Lehren
der Kagyü Tradition im tibetischen Buddhismus. Der 17. Gyalwa Karmapa, Trinle
Thaye Dordje, wurde 1983 in Lhasa (Tibet) geboren. Im Alter von zweieinhalb Jahren
begann er gelegentlich zu sagen, er sei der Karmapa. Mehrere hohe Lamas übermittelten
Künsig Shamar Rinpotsche, nach Karmapa der höchste Lehrer in der Kagyü
Tradition, diese Nachricht. Dieser sandte daraufhin mehrmals Lamas nach Lhasa,
um den Jungen näher zu beobachten. Anschließend praktizierte Shamar
Rinpotsche intensiv im Retreat, um in Bezug auf das Kind Gewissheit zu erlangen.
Die Ergebnisse der Nachforschungen, die Zeichen, die Shamarpa im Retreat
erhielt, sowie die in der Kagyü Tradition seit Jahrhunderten angewandten
Methoden zur Identifizierung der Karmapas, wiesen alle eindeutig darauf hin, dass
es sich bei diesem Jungen tatsächlich um die Wiedergeburt des 16. Gyalwa
Karmapa handelt. Doch erst als der junge Karmapa seine tibetische Heimat verlassen
hatte, konnte Shamar Rinpotsche ihn offiziell im März 1994 in Neu Delhi als
den 17. Halter der schwarzen Krone, Gyalwa Karmapa Trinle Thaye Dordje, anerkennen.
In der ersten Zeit nach seiner Ankunft in Indien lebte Karmapa im "Karmapa
International Buddhist Institute" (KIBI) in Neu Delhi und später wurde Kalimpong
in Nordindien zu seinem hauptsächlichen Aufenthaltsort. Bis jetzt widmete
er sich intensiv seiner Ausbildung, die buddhistische Philosophie und Praxis sowie
Unterricht in westlichen Disziplinen umfasst.
Gyalwa
Karmapa folgte im November 1999 erstmals einer Einladung, buddhistische
Zentren zu besuchen. Er reiste nach Taiwan, Singapur und Malaysia. Im
Januar 2000 kam er nach Deutschland, Frankreich, Österreich und Ungarn
und gab Tausenden von Menschen buddhistische Erklärungen und Ermächtigungen.
Im Februar 2000 zog er sich für einige Monate in das Kloster und
Retreatzentrum Dhagpo Kündröl Ling (Le Bost, Frankreich) zurück,
wo er von Chobgye Tritschen Rinpotsche und Shamar Rinpotsche Ermächtigungen
und Übertragungen erhielt. Ab Herbst 2000 setzte Karmapa seine Ausbildung
in Kalimpong fort.
Von
Mai 2002 bis Januar 2003 kam Gyalwa Karmapa erneut nach Dhagpo Kündröl
Ling, diesmal, um von Khentschen Peldjor Rinpotsche, Übertragungen zu erhalten
und im Retreat zu praktizieren. Im Juni und Juli 2003 hielt Karmapa sich in
den USA auf und erhielt in San Francisco im Rahmen seiner Ausbildung als Linienhalter
Ermächtigungen und Erklärungen vom Sakya Meister Luhding Khentschen
Rinpotsche. Am 1. Dezember
2003 führte Shamar Rinpotsche im KIBI die Vidyadhara (oder Vajraacharya)
Zeremonie für den 17. Gyalwa Karmapa durch und erkannte ihm damit offiziell
als "Höchsten Tantrischen Meister" an. Anlass dieser Zeremonie
war der Abschluss der buddistischen Ausbildung
des Gyalwa Karmapa in den Sutras und Tantras, einschließlich
aller Aspekte der Lehren der tiefgründigen Linie.
Situ
Rinpotsche und Gyaltsab Rinpotsche hatten 1992 einen anderen Jungen, Urgyen Trinle,
als Karmapa eingesetzt und dem Dalai Lama vorgestellt. Seither gibt es Spannungen
in der Kagyü Schule.
Darauf
angesprochen antwortete Gyalwa Karmapa Thaye Dordje im Januar 2000: "Ob es
eine oder zwei Gruppen gibt, macht eigentlich nichts. Wesentlich ist, dass die
Menschen einen Nutzen haben. Deshalb ist es wichtig, dass die Lehren, die in der
Kagyü Schule vermittelt werden, intakt bleiben. Es gibt eigentlich keine
Spaltung. Viele sprechen zwar davon, aber es geht tatsächlich nur um den
Dharma, und der Dharma ist nicht gespalten. Diejenigen, die den Dharma nicht wirklich
verstehen, glauben, es gäbe eine Spaltung - sie denken in Kategorien von
Institutionen. Für authentische Dharma Praktizierende jedoch gibt es keine
Spaltung. Für diese Menschen gibt es nur den Dharma." Ausführliche
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